Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“

Grundschule Gotthold-Ephraim Lessing und

Mittelschule Gotthold-Ephraim Lessing Ingolstadt

in Kooperation mit der Emmi-Böck-Schule, SFZ Ingolstadt II

 

1. Unser Ziel: Eine Schule für alle: Gemeinsam lernen in der Vielfalt

Entwicklung eines Schulkonzeptes, auf dessen Grundlage individuelle Förderung für alle Schüler umgesetzt wird. Unterricht, Lernen, Erziehung und Schulleben sollen so gestaltet werden, dass die Vielfalt aller Schüler geschätzt und gefördert wird.

 

2. Organisatorische Rahmenbedingungen

Eine Studienrätin im Förderschuldienst wird mit 13 Wochenstunden an die Inklusionsschule abgeordnet, kooperiert vor Ort mit den Regelschullehrkräften und übernimmt die klassischen Aufgaben des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes an der Regelschule:

Diagnostik, Beratung von Eltern und Lehrkräften, Schulentwicklung, Förderung des Kindes unter Einbezug des kindlichen Umfelds, Kompetenztransfer vom Förderzentrum an die Regelschule durch Fortbildungen

Die Regelschule gibt ihrerseits 10 Wochenstunden dazu.

Start im Schuljahr 2011/12 mit 2 Inklusionsklassen (1. und 2. Jahrgangsstufe) an der Grundschule

Seit dem Schuljahr 2012/13 Ausweitung auf alle Jahrgangsstufen der Grundschule

Seit dem Schuljahr 2014/15 Start auch in der Mittelschule in allen Jahrgangsstufen

 

3. Allgemeine pädagogische Maßnahmen

  1. Sichern einer Lernatmosphäre, in der individuelle Stärken, Lernwege und Lernausgangslagen aller Schüler akzeptiert und als Chance genutzt werden
  2. Schaffung individualisierter Lernsituationen (z. B.: Wochenplanarbeit) und Training verschiedener Lernmethoden
  3. Anregung gemeinsamer und sozialer Lernprozesse: Die Gemeinsamkeit in der Vielfallt hervorheben
  4. Enge Kooperation zwischen Grundschullehrern, Sonderschullehrer, Schulleitung und bei Bedarf auch mit anderen Fachdiensten (z.B.: Jugendsozialarbeit, Mitarbeiter der Heilpädagogischen Tagesstätte, Logopäden etc.)

 

  1. regelmäßige gemeinsame Teamgespräche (Schulleitung, Klassenlehrerin, Sonderschullehrerin) zur Schulprogrammentwicklung und Optimierung der inklusiven Entwicklung der Schule

 

4. Sonderpädagogische Maßnahmen

  1. fortlaufende sonderpädagogische Diagnostik und Schülerbeobachtung, auf deren Basis individuelle Förderpläne erstellt werden

 

  1. regelmäßige Beratung im Team (Klassenlehrerin, Sonderschullehrkraft, oftmals auch Deutschlerngruppenlehrerin) insbesondere im Kontext Förderplanung und Diagnostik sowie Unterrichtsgestaltung, um gemeinsam individuelle Maßnahmen für den Unterricht oder die Kleingruppenförderung zu entwickeln

 

  1. beratende Tätigkeiten: Einzelberatung von Kollegen, Unterrichtsberatung, gemeinsame Elternberatung mit der Klassenlehrerin, Schullaufbahnberatung, Kooperation mit Fachdiensten

 

 

Sonderpädagogische Maßnahmen am Nachmittag in Kleingruppen(Grundschule)

die jeweiligen Förderprogramme orientieren sich am spezifischen Bedarf der individuellen Förderplanung

 

  1. Kleingruppen werden beispielsweise mit dem Marburger Konzentrationstraining gefördert => Schulung der Aufmerksamkeit, Handlungsplanung und Wahrnehmung

 

  1. Kleingruppen nehmen am Hörclub teil, der gemeinsam (TeamTeaching) von der Grundschullehrkraft und der Sonderschullehrkraft geleitet wird => Förderwerkstatt zum Trainieren des Zuhörens, der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung, sowie des Sprachverständnisses (wichtig für zweisprachige Schüler sowie Schüler mit Auditiver Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung)

 

  1. Einzelne Stunden der Förderzeit werden flexibel auf aktuelle Förderbedürfnisse einzelner Schüler abgestimmt, die im Teamgespräch zwischen Klassenlehrerin und Sonderschullehrerin abgesprochen werden

 

  1. um dem inklusiven Konzept „Gemeinsam in der Vielfalt“ Rechnung zu tragen, kommen manche Förderprogramme (z.B.: Hörclub) allen Kindern zugute

 

Konzept der Grundschule als Beispiel:

 

Autor: Hämmerlein, Linhardt, Bauer